Münsters Gebirgszug: Die hohe Geest

Aus GUB Münster
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Die Geest bezeichnet einen Landschaftstyp der durch Sandablagerungen aus der Zeit des Pleistozäns gekennzeichnet ist. Da die Geest eine höher gelegene Landschaft darstellt, nennt man sie bisweilen auch Geestrücken oder Sandrücken. Etymologisch wird das Wort von den niederdeutschen Adjektiven gest („trocken“, „unfruchtbar“) und güst („unfruchtbar“ bei milchgebenden Tieren) abgeleitet und als Substantiv verwendet. Abgeleitet werden davon weitere geographische Begriffe wie Vorgeest, Hohe Geest, Geestniederung, Geestplatte, Geestrand usw. In Bereichen mit friesischer Mundart findet man die Andeutung Geest, Gast oder Gaste als Grundwort vielfach auch in den Ortsnamen wieder; so z: B. Tergast, Holtgast, Jemgumgaste, Grotegast, Lutjegast, Rinsumageest, Oegstgeest, Poelgeest und Gaasterland. Auch wurden die Ackerflächen des Dorfes hier häufig als Garst oder Gaste angedeutet. Gelegentlich wird das Wort Geist (fem.) verwendet, wie in Geistviertel, Hohe Geist oder Hölzengeist."

Geest oder auch Geist (WKPD)

"Die neuste Hypothese stützt sich auf unterschiedliche Leitgeschiebe die westlich und östlich des Münsterländer Kiessandzuges gefunden werden. Hieraus wird geschlossen, dass sich im Osten ein Toteisblock bildete und im Westen der Gletscher weiter nach Süden vorstieß. Zwischen Gletscher und Toteis floss Schmelzwasser mit hoher Geschwindigkeit nach Süden ab und spülte die Rinne, die sich später mit der Schotterfracht aus dem Eis füllte und so überhöht wurde. Nach dieser Hypothese war der Gletscher auch weiter im Westen durch ein Toteisfeld begrenzt, und dort entstand entsprechend die Twente-Achterhoek-Rinne. "

Münsterländer Kiessandzug (WKPD)

Die Straße "Hohe Geest" in Münster liegt genau auf dem Kamm des Münsterländer Kiessandzuges.