Planung

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Die Güterumgehungsbahn Münster wurde erbaut, um – Nomen est Omen – den Güterverkehr im Süden und Osten um Münster herum zu führen. Im Hauptbahnhof gab es keine Gleise zur Durchleitung von Frachtzügen und im “Sandwich” der Streckengleise nach Wuppertal und Hamm, zwischen denen der Güterbahnhof liegt, gab es keinen Platz für eine Erweiterung.

Von Beginn an existierte der Plan, zusammen mit der Güterumgehungsbahn auch einen Rangierbahnhof zu bauen. Dieser war zunächst im Bereich Geist geplant. Diese Absichten wurden verworfen; die neue Planung sah eine Ansiedlung außerhalb der Stadt zwischen Dortmund-Ems-Kanal und Heumannsweg (etwas südlich der Wolbecker Straße) vor. Etwa in der Mitte dieser Ortsangaben liegt Gremmendorf, daher auch der Name “Rbf Gremmendorf”, wobei mir nicht bekannt ist, ob es sich dabei um eine offizielle Bezeichnung handelt.

Zu diesem Rangierbahnhof hätte ein stadtnaher Güterbahnhof gehört. 1913 gab es Überlegungen zu einem Ortsgüterbahnhof auf dem Gelände der WLE, gleich östlich des Hauptbahnhofs. Politisch war dies keine Option (die WLE ist bis heute ein unabhängiges Unternehmen), weshalb dann Gelände an der Siemensstraße, neben der Strecke nach Hamm, dafür reserviert wurde.

Aber auch diese Pläne wurden nicht verwirklicht:

"Durch das ausgewiesene Gelände an der Siemensstraße führte in der Nachkriegszeit ein Verbindungsgleis zur Umgehungsbahn, das bei Betriebsstörungen im Nordkopf des Personenbahnhofs genutzt wurde. Dieser Bereich ist erst in den 1980er Jahren für eine andere Nutzung freigegeben worden." [MUDE], Seite 121 unten.

Diese Verbindung läßt sich noch erahnen; sie führte von der heutigen Containeranlage an der Robert-Bosch-Straße an den Sportanlagen des Eisenbahner Sportvereins Münster und der Münster Cardinals vorbei bis nahe an die Strecke nach Hamm, um dann zwischen Mauritius Bowling (ex Cosmo Bowling), Umspannwerk und Newels Gartencenter (2020 geschlossen) nach Osten auf die Umgehungsbahn einzuschwenken.

Klar, damals gab es die genannten Bauten noch nicht und die Verbindung verlief auf grüner Wiese, vielmehr zum größten Teil in einem Einschnitt. Viel übrig ist davon nicht; die Brücke zwischen den Sportanlagen (Unterführung unter der Siemensstraße) ist das auffälligste Überbleibsel. Ansonsten gibt es nur wenige Spuren von Beton und Armierung im Gestrüpp zwischen Newels und Umspannwerk, die selbst in der vegationsreduzierten Jahreszeit nicht leicht zu finden sind.

"Die Stadtplaner von Münster versuchten 1913 und [1925] wieder vergeblich, eine Straßenunterführung in der Linie der ehemaligen Südstraße zur besseren Anbindung der Loddenheide an die Stadt durchzusetzen bzw. einen zweiten Zugang zum Güterbahnhof zu bekommen […]" [MUDE] Seite 120 unten.

Eine direkte, unkomplizierte Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Münster und der Güterumgehungsbahn gab es also nur kurze Zeit nach dem 2. Weltkrieg.

Im Oktober 1919 wurde durch den Regierungspräsidenten die Planung zur Anhörung ausgelegt. Am 01.09.1920 wurde zur organisatorischen Vorbereitung des neuen Rangierbahnhofs der Bahnhof Münster in zwei Dienststellen, "Münster Personenbahnhof" und "Münster Güterbahnhof", geteilt. Dem Dienststellenleiter des Güterbahnhofs oblag auch die betriebliche Planung des neuen Rangierbahnhofs.

Notizen

  • Die geplante Überleitung in Pleister abpausen
  • Den geplanten Anschluss an die Strecke nach Rheine in KML abpausen
    -> am 06.04.2020 gemacht